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Der Oman – Ein Paradies für Geologen

Hörbeitrag des WDR 5 mit PD Dr. Gösta Hoffmann, Universität Bonn

Der Bonner Geologe Gösta Hoffmann berichtet über seine achtjährige Forschung am unteren Ende der arabischen Halbinsel und erzählt über ein Land, das sich in einer spannenden Entwicklung befindet. Das Interesse des Geologen konzentriert sich mittlerweile auf die Tsunamiforschung im Oman und die Erforschung der Folgen des Klimawandels. Gerne gibt er seine Erfahrungen und sein Wissen auch auf Exkursionen an StudentInnen weiter. Als Leiter der ABC/J-Exkursionen in den Oman konnte er auch die Studierenden des Geoverbundes von der geologisch außergewöhnlichen Region und ihren Sehenswürdigkeiten begeistern.

© Kerstin SchulzeStudierende der Geoverbund ABC/J-Exkursion stehen auf einer der geologischen Besonderheiten des Omans - "die Mutter aller Aufschlüsse", ein Radiolarit-Aufschluss.
Copyright: Kerstin Schulze

Der Oman ist bei Forschern wegen seiner geologischen Vielfalt beliebt. Dank besonderer tektonischer Bewegungen finden sich hier Gesteine an der Erdoberfläche, die normalerweise unter dem Ozeanboden verborgen liegen. So entstand der bekannte Semail-Ophiolith-Komplex im Hadschar-Gebirge zum Ende der Kreidezeit, als die ozeanische Kruste des Neotethysraums auf die arabische kontinentale Platte geschoben wurde. Hier ist sowohl das Mantelgestein, als auch die Mohorovičić-Diskontinuität (Moho), die die Grenze zwischen Erdmantel und Erdkruste bildet, aufgeschlossen. Die durch die Überschiebung entstehenden Kräfte führten außerdem zur tektonischen Faltung des Gesteins und zur Bildung von Störungen, wie der „Mutter aller Aufschlüsse“, einem Radiolarit-Aufschluss.


Der Oman – Ein Paradies für Geologen (mpg 3, 25 MB)


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