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Einladung zum Workshop Geodata Hub – Management von Geo-Forschungsdaten in NRW

Der Geoverbund ABC/J fördert – in Kooperation mit dem Jülich Supercomputing Centre – den Aufbau eines Systems zum Management von Geo-Forschungsdaten („Geodata Hub“) für Nordrhein-Westfalen und lädt alle interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die am Aufbau mitwirken möchten, zu einem vorbereitenden Workshop am 11. Juli 2018 ein.

Worum geht es?

Forschungsprojekte generieren Daten, die zugleich Produkt und Gegenstand der Forschung sein können. Das Forschungsdatenmanagement umfasst die Planung, Erfassung, Verarbeitung und Aufbewahrung von im Rahmen von Forschungsprojekten erhobenen und erzeugten Daten. Es regelt die Sicherung der Qualität von und des Zugangs zu Daten und ermöglicht die Reproduzierbarkeit und Nachnutzung.

Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler sind auf detaillierte multivariate Messungen und Untersuchungen angewiesen, um die physikalischen, geologischen, geomorphologischen, chemischen, biogeochemischen sowie biologischen Prozesse der Erde sowie deren Interaktion zu verstehen. Die Vielzahl der zeitlich und räumlich zu berücksichtigen Variablen generiert darüber hinaus häufig riesige Datenmangen: Big Data. Die Herausforderung für die Geowissenschaften liegt dabei in der Vielfalt der Daten, ihrer Formate und Metadatenbeschreibungen sowie ihrem verteilten Speichern in verschiedenen Datenspeichersystemen.

Unabhängig von der Größe der Forschungsdatensätze müssen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Gründen für einen nachhaltigen Umgang mit diesen Daten Sorge tragen, z.B. zur Dokumentation der Einhaltung von Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis oder um rechtlichen Anforderungen nachzukommen. In den Geowissenschaften ist auch die Folgenutzung von besonderer Bedeutung. Die DFG erwartet entsprechende Aussagen zur Sicherung, Aufbewahrung und Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten in Projektanträgen und internationale Fachzeitschriften gehen mehr und mehr dazu über, einen Nachweis über die sichere und offene Datenpublikation zu verlangen.

In Kooperation mit dem Jülich Supercomputing Centre (JSC, PD Dr. Martin Schultz) engagiert sich der Geoverbund ABC/J für die Etablierung eines Systems zum Management von Geo-Forschungsdaten (Geodata Hub), welches auf etablierten Standards und „best practices“ aufsetzt und eine einheitliche Schnittstelle zu „Geodaten made in NRW“ anbieten soll. Dieses System wird es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen, ihre Daten über moderne Webservices verfügbar zu machen, zu katalogisieren und zu publizieren. Es würde dadurch auch zu einer besseren Vernetzung der Forschungseinrichtungen im Land und zu einer effizienteren Nutzung von Daten beitragen. In der Abteilung Föderierte Systeme und Daten am JSC existieren bereits sehr gute technische Voraussetzungen, um einen entsprechenden Geodata Hub aufzusetzen. Der Geodata Hub soll keine Konkurrenz zu bestehenden Systemen (wie z.B. PANGAEA oder DKRZ für Klimadaten) darstellen, sondern mit diesen Organisationen zusammenarbeiten, um einen flexiblen Austausch von Daten und Metadaten zu ermöglichen. Er ist als zusätzliches Angebot zu verstehen, welches gezielt den Forschungseinrichtungen in NRW zugutekommen soll. Seitens des JSC liegt das Interesse vor allem darin, mit einem solchen Hub eine solide Grundlage für das Betreiben und Testen effizienter und performanter Datendienste zu schaffen und zusammen mit Forschergruppen in NRW insbesondere die Entwicklung erweiterter Online-Prozessierung (web processing services, big data analytics, machine learning) voranzutreiben.

Ziele des Workshops

Das Hauptziel des ersten vorbereitenden Workshops ist eine genauere Definition der Bedarfe und Ziele des anvisierten Geodata Hubs NRW, um daraus eine mit allen interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Nordrhein-Westfalen abgestimmte Strategie zu entwickeln. Diese umfasst sowohl inhaltliche und Governance Aspekte als auch das Einwerben von Drittmitteln, zum Beispiel aus geeigneten Strukturförderprogrammen.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich zum Workshop an, indem Sie eine E-Mail mit den folgenden Angaben an
geoverbund@fz-juelich.de senden:

  • Akademischer Grad/Titel
  • Vorname, Name
  • Organisation & Institut
  • E-Mailadresse

Nach der Anmeldung erhalten Sie voraussichtlich Mitte Juni eine E-Mail mit weiteren Informationen zum Workshop.

Programm (vorläufig)

Datum: 11. Juli 2018
Uhrzeit: 10:00-17:00 Uhr
Ort: Köln oder Bonn (wird noch bekannt gegeben)

Uhrzeit Programmpunkt

10:00 – 10:30 Motivation für einen NRW Geodata Hub und erste Überlegungen zu dessen Ausge-staltung (M. Schultz)

10:30 – 12:00 Kurze „Einwürfe“ der Workshop-Teilnehmer zu spezifischen Bedürfnissen und Ideen für den NRW Geodata Hub (max. 4 Minuten, 3 Folien; ein Template wird vorbereitet)

12:00 – 13:00 Mittagessen

13:00 – 14:30 Diskussion zu Struktur und Modalitäten des NRW Geodata Hubs: Priorisierung von Angeboten und Services, Service Levels, Stufen der Realisierung, Schnittstellen, etc.
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14:30 – 15:00 Kaffeepause

15:00 – 16:00 Diskussion zu Governance-Optionen, Outreach, Sichtbarkeit, etc.

16:00 – 17:00 Diskussion zu Förderoptionen und Antragsstrategie

Ansprechpartner


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